...& ich

Dresdner Kleinwort Frankfurt Marathon- ein Stimmungscheck

Ich würde gern mal meine Begeisterung über den 26.10.2008 loswerden.

6:01 Uhr. Der Wecker klingelt. Mein Gott, heute ist Frankfurt Marathon. Aufstehen. Du musst fit sein. Du läufst zwar nicht, aber deine 2 "Schützlinge". Die waren in Hamburg morgens auch so im Eimer. Heute sind sie aber irgendwie ganz entspannt. Um 7:10 Uhr geht's zum Bahnhof. Alles läuft nach Plan. Um 8 Uhr sind wir da, kurz Treffpunkt für später suchen. Kurz runter in die Festhalle. Wow, der Zieleinlauf muss einfach gigantisch sein!! Dann Kleiderbeutel abgeben. Noch schnell Fotos machen und auf's stille Örtchen gehen, dann ab zum Start, warmlaufen. Noch ein paar Minütchen warten, dann Jacken in Empfang nehmen. Als sie nicht mehr zu sehen sind, gehe ich auf direktem Weg in die Festhalle um einen super Platz zu ergattern. Eine Samba-Gruppe sorgt für tolle Musik. Gegen 11 Uhr kommen die ersten Mini-Marathonis. Dann Zwischenzeiten der Top-Läufer. Wie die Zeit verfliegt!!
Kurz nach 12. Bald kommt der SIEGER!! Durch die Lautsprecher dröhnt ein "Das wird Streckenrekord!!"Da kommt er, Robert Kiprono Cheruiyot aus Kenia, erst 22 Jahre alt, rast über den Roten Teppich an dir vorbei, silbernes Glitzerzeug rieselt auf ihn nieder und knallende Feuerwerke verkünden seinen Sieg. 2:07:21. Neuer Streckenrekord. Du bist live dabei!! Einfach nur unglaublich!! Atemberaubend!! Wahnsinn!! Ein paar Sekunden später laufen auch Wilson Kigen und die anderen Kenianer an dir vorbei. Robert kommt nochmal über den Roten Teppich und bedankt sich bei den Zuschauern mit einem einfach nur richtig glücklichen Siegerlächeln.
Mittlerweile sind 2:20 Stunden rum und die Spitze der Männer, auch André Pollmächer und Martin Beckmann, hat die Ziellinie überquert. Bald kommt Mocki!! Auch sie fliegt nach 2:26:22 an mir vorbei. Glitzer, Feuerwerk, Jubel. Fantastisch!! 10min später geht auch sie noch mal zusammen mit Melanie Kraus auf dem Roten Teppich entlang. Die Stimmung?? Super!! Bis zur 3h Marke, dann mustten die Zuschauer immer wieder angefeuert werden. Ich aber nicht.
Zur gleichen Zeit etwa ist auf dem Podest über dem Ziel die Siegerehrung. Als ich Richtung Ziel schaue, könnte ich heulen. Glitzer, Roter Teppich, dutzende Läufer, die über ihre Zielzeit jubeln. Zu gern wäre ich mitgelaufen!! Darf ich aber nicht.. Und inmitten dieser überglücklichen Läufer stelle ich mir minutenlang nur noch eine Frage. Wird Frankfurt und nicht Berlin dein Debut?? Festhalle oder Brandenburger Tor?? Darauf habe ich auch jetzt noch keine Antwort, aber ich kann ja noch 3 Jahre darüber nachdenken...
Dutzende Läufer laufen an uns vorbei, reißen die Arme hoch. Einfach nur ein unglaubliches und unbeschreibliches Feeling. Jeder, der mal an der Marathonstrecke angefeuert hat, wird wissen, was ich schreiben möchte.
Da sind sie!! Jetzt schon!! Nach offiziellen 3:40 sehe ich meine Schützlinge an mir vorbei laufen.
Zeug schnappen, hoch zur Marathonmesse, wo ich mich noch mit einem super netten Finisher unterhalte. Dann darf ich die beiden endlich in Empfang nehmen und ein paar Eindrücke brühwarm erzählen lassen.
Zu Hause schauen wir sofort nach: 3:33:25 für beide!! Super!!

Auch heute hab ich immer noch nicht realisiert, was ich gestern erlebt habe.
Ich hoffe, ich konnte euch auch mal die andere Seite der Absperrung näher bringen

4.11.08 18:48

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